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Roboski-Massaker: Der geheim gehaltene Sprechfunk

Das Roboski-Massaker (oder auch Uludere-Massaker) stellt einen Wendepunkt in der türkischen Militärgeschichte dar. Damals wurden 34 Zivilisten bei einem Luftangriff türkischer Kampfjets getötet. Um die Verantwortlichen zu decken, wurden dann Gesetze geändert – mit verheerenden Folgen.

von Cevheri Güven

Am 28. Dezember 2018 haben türkische F-16 in der Nähe des Dorfes Uludere (Roboski) in der Provinz Şırnak eine Gruppe von Schmugglern bombardiert. 34 Zivilisten, unter ihnen vielen Jugendliche, wurden dabei getötet, Der Rechtsweg ist für den Fall praktisch ausgeschlossen. Präsident Erdoğan hat im Anschluss Hulusi Akar und Yaşar Güler, die Führungspersönlichkeiten der türkischen Streitkräfte, „gerettet.“ Im Folgenden werden Sie erstmals neue Informationen zu den Hintergründen des Massakers erfahren.

Die Hintergründe des Roboski-Massakers helfen dabei, die heutige Türkei zu verstehen. Der Inhalt des Funkverkehrs der Kampfpiloten wird weiterhin geheim gehalten. Dennoch sind sie der wichtigste Punkt um Licht ins Dunkle zu bringen. Mit einer Direktive wurde Hulusi Akar, früher Generalstabschef und heute Verteidigungsminister, vor seiner Verantwortung geschützt.

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Militärstaatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein
In der Unglücksgegend gab es damals fünf Kommandeure, gegen die die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt hat. Schaut man sich die Details des Ganzen an, gibt es Hinweise darauf, wie es zu dem verheeren Massaker kam.

In den Unterlagen zum Befehl tauchen die Namen von drei Personen auf: Necdet Özel (damaliger Generalstabschef), Hulusi Akar (damaliger stellvertretender Generalstabschef) und Yaşar Güler (damaliger Chef der Geheimdienstabteilung des Generalstabs). In den selben Unterlagen wird deutlich, wie es zu dem Bombardierungsbefehl kam und wie es um die Verantwortung der drei genannten Personen steht.

Nach dem Papier war eine Drohne am 28. Dezember 2011 etwa 6-7 km von der iranischen Grenze in der Luft. Die Drohne zeigte damals Bilder jenseits der Grenze. Deswegen hatte die Artillerie beim Generalstab angefragt und damit fängt die Entwicklung an.
Der Chef des Geheimdienstes der Kommandantur des 2. Heeres, Oberst Aygün Eker, geht an diesem Tag zum Kommandanten des 2. Heeres, General Servet Yörük, und erzählt, dass man in der vergangenen Zeit mitbekommen hat ,wie ein Fehman Hüseyin mit einigen Terroristen über Funk Verbindung aufgenommen hat. So sollte es nach den Geheimdienstauswertung einen Angriff von Terroristen zwischen dem 21. und 30. Dezember 2011 geben. Daraufhin hat der Chef der Artillerie des 2. Heeres mit der Heeresleitung telefoniert und um Erlaubnis der Bombardierung von Zielen jenseits der türkischen Grenze um Erlaubnis gebeten.
Der Antrag der Artillerie wurde daraufhin unterschrieben und an General Ali Rıza Kuğu von der Geheimdienstabteilung weitergeleitet. Zu diesem Zeitpunkt schaltet sich Yaşar Güler ein. Güler war damals Chef der Geheimdienstabteilung des Generalstabs. Heute ist er Generalstabschef. Damals hatte Güler regelmäßig Kontakt mit dem Geheimdienst MIT. Zudem wurde er immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass die Ankunft von „Bahoz Erdal“ bevorsteht, einem der hochrangigen Kommandeure der PKK.

Yaşar Güler spricht als erstes von Luftschlägen
Um 18:51 Uhr an dem Tag macht sich Güler auf den Weg zur Luftaufklärung des Generalstabs (Genelkurmay Görüntü İzleme Merkezi – GİM). Nach den Unterlagen der Militärstaatsanwaltschaft nimmt Güler an einem Treffen teil, in der die Beteiligten ausgehen, dass die Personen auf den Bildern Terroristen seien. Dort soll er den kritischen Vorschlag gemacht haben: Einen Luftschlag auf die Gruppe. Zudem machte er sich auf den Weg ins Büro des damaligen stellvertretenden Generalstabschefs Hulusi Akar. Inzwischen war auch der Antrag der Artillerie genehmigt worden und dem Heer per Telefon bestätigt worden.
Hulusi Akar entscheidet, dass das Artilleriefeuer warten soll, wenn es einen Luftschlag geben soll.

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Akar teilt dem damaligen Generalstabschef Necdet Özel per Telefon den Antrag auf Luftschlag per Telefon mit. Özel genehmigt um 20:00 Uhr den Luftschlag. Weil aber vor dem Luftschlag die Erlaubnis auf Artillerie gegeben wurde, wurde das Gebiet zwischen 19:34 Uhr und 20:21 mit Granaten beschossen. Das Artilleriefeuer war sehr wichtig um zu sehen, ob es sich in der Gruppe um PKK-Kämpfer handelte oder nicht. An dieser Stelle will ich das Augenmerk auf den Bericht des parlamentarischen Menschenrechtsausschusses lenken:

Ölçensoy: Das Ziel hat nicht auf das Flächenbombardement reagiert
Nach dem Bericht hat der Kommandant der 23. Division, Ilhan Bölük, ausgesagt, dass 5 Lichtgranaten und 7 reguläre Granaten auf die Gruppe gefeuert wurden. Den Befehl dazu habe Artillerie-Major Mehmet Bülent Ölçensoy erteilt. „Dass die Gruppe auf den Artilleriebeschuss keine Reaktion gezeigt hat, hat mich verwundert. Weil ich Zweifel hatte, konnte ich mich nicht über die Vernichtung von Terroristen freuen,“ sagte Ölçensoy.
Das ist der kritischste Punkt. Weil die Gruppe keine Reaktion auf den Artilleriebeschuss gezeigt hat, hat es unter den den Offizieren Diskussionen gegeben, ob es sich bei der Gruppe eventuell um Schmuggler oder um die Einschätzung des Geheimdienstes, es sei „Bahoz Erdal“ und seine Kämpfer, handle. Nach den Unterlagen der Inspektoren des Geheimdienstes war die Gruppe zudem auch nicht auf dem Weg zu den Militärstützpunkten in der Gegend. Auch das verdeutlichte nochmals, dass es sich nicht um PKK-Kämpfer handelte, die Militärposten angreifen wollten. Zwischen dem 27. November und 28. Dezember 2011 hat der MIT 12 Geheimdienstberichte zu den Aktivitäten von Bahoz Erdal in der Gegend verfasst. Dennoch wurde der Befehl zum Luftschlag nicht zurückgezogen

Kehren wir noch einmal zu den Unterlagen der Militärstaatsanwaltschaft zurück:
Die erste Bombe von Kampfjets wurde auf die Gruppe um 21:39 Uhr abgeworfen, die Zweite um 21:43 Uhr, die Dritte um 22:02 Uhr und die Vierte um 22:24 Uhr. 34 Zivilisten verloren dabei ihr Leben.
Sobald Akar Kommandant des Heeres wurde, fing er mit seinen Arbeiten an. Die Militärstaatsanwalt stellt die Ermittlungen mit der Begründung ein, dass der Fehler der Kommandeure in der Gegend unvermeidlich war. Über die Verantwortung von Necdet Özel, Hulusi Akar und Yaşar Güler wurde kein Wort verloren: Weder Ermittlungen, noch die Erlaubnis zu Ermittlungen noch die Einstellung dessen. Wie es aussah, wurde der Fall zu den Akten gelegt, nicht aber für Hulusi Akar…

Nach einiger Zeit wurde Hulusi Akar zum Kommandanten des Heeres befördert. Sobald er den neuen Posten Inne hatte, änderte er eine Regel in den Streitkräften, die es seit „Mete Han“ schon gibt. Damit wurde die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung der Verantwortlichen wegen 34 Toten Zivilisten aus dem Weg geräumt. Dieses Gesetzesänderung hat er niemandem anderes zu verdanken als Recep Tayyip Erdoğan…

Erdoğan gibt grünes Licht zur Rettung von Hulusi Akar
Die Genehmigung für grenzüberschreitende Militäreinsätze lag nach dem Beschluss des Parlaments und des Ministerrates beim damaligen Generalstabschef Necdet Özel, seinem damaligen Stellvertreter Hulusi Akar dem damaligen Chef des militärischen Geheimdienstes Yaşar Güler. Seit Mete Han gibt es in den türkischen Streitkräften eine Direktive: „Der Kommandant ist für alles verantwortlich, was seine Soldaten tun oder unterlassen,“ lautet der Ehrenkodex im türkischen Militär. Innerhalb der türkischen Streitkräfte ist diese Regel als „Verantwortung des Kommandanten“ bekannt. Es war der bis dahin wichtigste Ehrenkodex im Militär. Hätte es noch Gültigkeit, würden eines Tages Hulusi Akar und andere hochrangige Offiziere vor Gericht gestellt werden können. Diese Regel wurde überraschend nach dem Roboski-Massaker 2012 geändert. Neben dem Verteidigungsministerium hat auch die Regierung ihr ok dafür gegeben. Zwischen Erdoğan und Akar begann im Anschluss eine außergewöhnlich Verbindung.

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Akar beginnt Arbeiten für Veränderungen
Um die Veränderungen bei den türkischen Streitkräften verstehen zu können, muss man sich die Gerichtsprozesse gegen Militärangehörige nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 anschauen. Dort hatte es der Oberst im Generalstab, Mustafa Barış Avıalan, erklärt.
„Nach dem Uludere-Vorfall (Roboski Massaker) 2011 hatte mich der stellvertretende Generalstabschef Hulusi Akar zu sich gerufen und mir den Befehl gegeben, ´untersucht doch mal, ob man bei jedem Zwischenfall Kommandeure verantwortlich machen kann. So etwas kann es doch nicht geben,´ sagte er.“ Damals hatten die Medien Akar als Verantwortlichen dargestellt. Zufällig war zu der Zeit der Chef des militärischen Geheimdienstes Yaşar Güler. Jeder der Akar kennt, weiß, er sagt seine Lösung nicht direkt. Er lässt andere nach Lösungen suchen. Es gibt dann immer ein Hin und Her, bis diese es (seine Lösungen) dann sagen.
Deswegen wird einem von Anfang an die Direktive gegeben, die Dinge so zu tun, wie er es möchte. Deswegen habe ich nach dem Erhalt meines Befehls umfangreiche Untersuchungen für einen Bericht gemacht. Angefangen von den Normen in der Verfassung und des Strafrechts, habe ich darin vorgeschlagen, dass es entsprechende Veränderungen in den Gesetzen gemacht werden sollten, um die Strafen für Offiziere bei Vernachlässigung ihrer Pflichten abzuschaffen oder zu mildern. Es sei aber derzeit nicht die Zeit für solche Veränderungen.
Natürlich war darin auch der Kodex enthalten, wonach der Kommandant für alle Taten und Unterlassungen seiner Soldaten verantwortlich ist. Danach haben wir dieses Papier an alle Streitkräfte geschickt, damit sie uns ihre Meinung dazu sagen können. Und sie haben es auch getan. Sämtliche Unterlagen zu diesem Thema sind sowohl auf den Rechnern des Generalstabes sowie im Original mit Unterschriften in dessen Archiven. Die Arbeiten kamen nach 6-7 Monaten zu einem Ergebnis. Ich hatte das Ende nicht mitbekommen. Ein Projektoffizier hat es nach mir beendet. Ich sage Ihnen was das Ergebnis war.
Was bislang Soldaten anerkannt und als heilig empfunden haben und was bis dato niemals zur Diskussion stand, nämlich die wichtigste traditionelle Regel im türkischen Militär, „Der Kommandanten ist für alle Taten und Unterlassungen seiner Soldaten verantwortlich,“ wurde außer Kraft gesetzt. Es war das Jahr 2012. Natürlich, dass diese Regel nicht mehr existiert dienten vor allem den hochrangigen Offizieren und nicht den Offizieren niederen Ranges.”

Gesetzesänderungen
Nachdem die Direktiven für Kommandeure geändert wurden, kamen Gesetzesänderungen an die Reihe. Diese Änderungen wurden schon nach kurzer Zeit durchgenommen. Nach den neuen Gesetzen dürfen die Kommandeure der Teilstreitkräfte (Heer, Marine, Luftwaffe und Gendarmerie) nur vom Obersten Gerichtshof (Yüce Divan) verurteilt werden. Bei Straftaten dürfen Ermittlungen gegen die Kommandeure des Heeres, der Luftwaffe und Marine nur mit Erlaubnis des Generalstabes eingeleitet werden. Bei dem Kommandeur der Gendarmerie muss die Erlaubnis des Innenministers eingeholt werden.
Damit wurden Ermittlungen zum Robiski-Massaker praktisch unmöglich gemacht. Die Gesetzesänderungen haben Hulusi Akar, Yaşar Güler und Erdoğan bis heute eng zusammengeschweißt.

Funkverkehr der Piloten wurden von der Öffentlichkeit versteckt
Alle Informationen über das Roboski-Massaker, dass damals nach Außen gedrungen ist, hat bei Recep Tayyip Erdoğan für heftige Verärgerung gesorgt. Die Zeitung „Taraf“ hatte damals einige Informationen veröffentlicht und damit den Zorn Erdoğans auf sich gezogen. Später gab es in den Medien Stillschweigen. Nur wenige Journalisten hatten sich darauf konzentriert herauszufinden, wer den Befehl gab. Die wichtigsten Parameter haben diese in der Sache aber aus dem Auge verloren.
Dabei waren die wichtigsten Beweise der Sprechfunk der Drohnenpiloten, die Live-Bilder aus der Gegend lieferten. Diese Piloten hatten Erfahrung mit PKK-Kämpfern und Schmugglern in der Gegend. Sie hatten im Sprechfunk erwähnt, dass es sich bei der Gruppe um Schmuggler handeln könnte. Bewusst hatte man während der Untersuchungen diesen Sprechfunk nicht beachtet. Trotz der Reaktionen der Gruppe nach dem Artilleriebeschuss und die Warnung der Drohnenpiloten wurde dennoch auf eine Bombardierung der Gruppe bestanden.

Die wichtigsten Punkte:
1 – Die Gruppe war nicht auf dem Weg zu Militärstützpunkten. Es gab keine Hinweise, dass die Gruppe einen Angriff durchführen wollte.
2 – Die Gruppe hat unbeachtet des Artilleriebeschusses ihren Weg zum Dorf fortgesetzt.
3 – Das wichtigste ist, dass die Drohnenpiloten die Gruppe als Schmuggler und nicht als Kämpfer einschätzte.

Dennoch fand ein Luftschlag statt.

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Mit dem Roboski-Massaker haben die türkischen Streitkräfte einen sehr großen Fehler gemacht. Die Institution erlebte eine Art Trauma. Die Kommandeure, die durch die neuen Gesetze gerettet wurden, standen in der Schuld von Erdoğan und setzten sich für diesen ein. Nach diesem Zwischenfall hat das türkische Militär seine dominante Rolle in der Republik an den Geheimdienst MIT abgegeben.

 

Die deutsche Version wurde leicht redaktionell bearbeitet. Das Original können Sie hier lesen.

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Trotz Beweisfotos sehen Richter keine Hinweise auf Folter

Es sind Bilder die zeigen, wie Dorfbewohner gefoltert wurden. Polizisten hatte die blutigen Köpfe ihrer Opfer gegen Toilettenschüsseln gedrückt und sich dabei fotografieren lassen. Das Gericht sah dennoch in den Fotos keinen Beweis für Folter. Die Peiniger sind ohne Konsequenzen davongekommen.

3.000 TL Geldstrafe auf Bewährung

Am 9. Juni 2017 hatte es einen Angriff auf die Polizeistation von Gevaş bei Van gegeben. Daraufhin wurden 4 Dorfbewohner festgenommen, die zuvor vom Pilze sammeln zurückgekommen waren. Auf dem Polizeirevier wurde die Männer stundenlang gefoltert. Die Sicherheitsbeamten hatten die Fotos sogar in den sozialen Medien geteilt. Auf den Bildern sind die vier Männer zu sehen, wie sie blutüberströmt von ihren Peinigern gefoltert werden. Das zuständige Gericht hat jetzt das Verfahren eingestellt. Das Berufungsgericht in Erzurum hat lediglich den Polizeibeamten O.Ş. zu einer Geldstrafe von 3.000 TL auf Bewährung verurteilt. Begründet hatte das Gericht sein Urteil zudem damit, dass es keine Folter sei, sondern eine Überschreitung des Rechts der Gewaltanwendung.

Belohnung für Täter

Die Richter sind der Auffassung, dass der Betroffene keine weiteren Straftaten begehen werde. Sollte der Polizeibeamte in den kommenden fünf Jahren keine Straftaten begehen, wird die Geldstrafe erlassen. Die Opfer sehen in dem Urteil eine Belohnung für die Täter, da diese praktisch ohne Strafe davonkommen werden.

Dorfbewohner waren Pilze sammeln

Vorausgegangen war ein Angriff auf das Polizeipräsidium von Gevaş bei Van am 9. Juni 2017. Danach wurden die vier Dorfbewohner von den Polizisten festgenommen, die auf dem Rückweg vom Pilzesammeln waren. Während ihres Polizeigewahrsams wurden Abdulselam Aslan (32), Cemal Aslan (53), Halil Aslan (48) und Nejdet Beysüm (29) von ihren Peinigern schwer misshandelt. In den Zeitungen tauchten Nachrichten unter dem Titel “4 Terroristen nach Anschlag auf Polizeipräsidium in Gevaş festgenommen” auf. Als die Beamten aber bemerkten, dass die Männer unschuldig sind, wurden sie wieder freigelassen.

Okumaya Devam Et

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Woher stammt der Begriff “Blaue Heimat?”

“Blaue Heimat” ist nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 in der Türkei zu einem Begriff der türkischen Außenpolitik geworden, der richtungsweisend ist. Wer den Begriff und seine Herkunft versteht, versteht auch die heutige Türkei.

Von Fatih Yurtsever
(Übersetzt von Sven Weber)

Der Begriff “Blaue Heimat” wird in der türkischen Öffentlichkeit heftig diskutiert. Der Terminus wurde von Cem Gürdeniz eingeführt. Gürdeniz wurde in den Ermittlungen im Fall “Balyoz” (Vorschlaghammer) verurteilt und bezeichnet sich selbs als Gegner der sog. “Atlantiker.” Seit dem Putschversuch ist der Begriff immer wieder in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Der Begriff gilt zudem als “national,” also etwas positives für das Land. Deswegen verdient der Terminus eine analyse.

Erstmals wurde der Begriff “Blaue Heimat” vom Admiral a. D. Cem Gürdeniz verwendet. Gürdeniz hatte in seinen Büchern, bei seinen Fernsehauftritten und Kolumnen die Inhaftierung von Marinekommandeuren kritisiert. Dahinter steckten die “Atlantiker” und ihr verlängerter Arm in dem Land, die sich von der Blauen Heimat gestört fühlten. Jetzt wird die Rettung im östlichen Mittelmeer gesucht. Doch was bedeutet der Begriff und wer hat ihn als erstes verwendet?

Die Öffentlichkeit ging zunächst davon aus, dass das Land einen Schwerpunkt auf ihre maritime Politik legen muss. Schließlich ist das Land von drei Seiten mit Meeren umzingelt. Die östlichen Breitengerade 26 – 45 und nördlichen Breitengrade 36 – 42 seien nach Gürdeniz die Verlängerung der türkischen Herrschaft auf dem Meer. Die Türkei habe damit in diesem Gebiet mehr Rechte als andere Anrainerstaaten. Das Meer ist damit die Verlängerung türkischen Bodens.

Begriff der tatsächlichen Heimat erodiert

Tatsächlich kann nach internationalem Recht ein Land auf seinem eigenen Boden und eigenen Gewässern herrschen. Wenn schon Gewässer als “Heimat” bezeichnet werden soll, sollte das auf die eigenen Gewässer beschränkts sein. Die Türkei braucht keine Begrifflichkeiten um ihre Interessen etwa im Mittelmeer zu schützen. Das internationale Recht und ihre eigene Haltung reichen dafür vollkommen aus. Wenn man Gwässer als Heimat bezeichnet, in der andere Staaten mit ihren Kriegsschiffen Manöver abhalten, so Gerat der Begriff in Erosion. Warum wird dann der Begriff diskutiert.

Dafür muss man Cem Gündüz und seine Anti-Atlantik-Front sowie seine Beziehungen zu China vor Augen führen. Gürdeniz ist nicht der Erfinder der Blauen Heimat, sondern des Importeur aus China.

Vom Begriff “Blue National Soil” abgeleitet

China sieht das östliche und südliche chinesische Meer als sein alleiniges Herrschayftsgebiet an. Um das zu erreichen verfolgt das Land die Strategie “Blue National Soil.” In diesen Gebieten geht es so vor wie in den Gewässern innerhalb der eigenen Grenzen. Das Riesenreich versucht hier den Luft- und Meerweg für Drittländern zu sperren. Erstmals wurde diese Strategier 2010 in einem Bericht in der “The State Oceanic Administration (SOA)” veröffentlicht. Danach wurde diese Gewässer als “Blaues Land” bezeichnet.

Anrainerstaaten fühlen sich von der chinesischen Expansionspolitik gestört. Die Philippinen woll deswegen ihre Rechte vor internationalen Gerichten durchsetzen lassen, weil es seine Rechte von China verletzt sieht. Die Entscheidung des ständigen Schiedshofs in Den Haag hatten den Philippinen in fast allen Punkten Recht gegeben.

Was soll mit der “Blauen Heimat” erreicht werden?

Die Türkei hat den Begriff von chinesischen xpansionspolitik übernommen und hat ihn damit zu eienm nationalen Terminus gemacht. Die ganze Politik zum östlichen Mittelmeer stützt sich darauf und das Land zahl dafür einen hohen Preis. Die türkische Marine wird derzeit von den größten Unterstützern der Blauen Heimat kommandiert. Verträge mit Ägypten und Zypern wurden verhindert. Im östlichen Mittelmeer ist die Türkei alleine.

Der Wirtschaftsvertrag mit Libyen wird derzeit ind er Türkei als Erfolg verkauft. Schaut man genauer hin, so entpuppt sich dieser als Niederlage. Zwar gibt es dutzende Argumente für die Türkei, in dem Gebiet Einfluss zu haben. Seinen Einfluss auf einen Vertrag mit einer umstrittenen Regierung zu stützen, von der man nicht weiß, ob und wie lange sie in Zukunft an der Macht sein wird, kann nur mit der Verschleierung anderer Dinge begründet werden.

Blaue Heimat ist ein nützlicher Begriff geworden um die falsche Politik im östlichen Mittelmeer zu verschleiern. Zudem sind sämtliche Diskussionskanäle zu dem Thema nicht mehr vorhanden. Diese Politik dient auch nicht den Interessen der Türkei. Cem Gürdeniz und seine Unterstützer sehen die Zukunft der Türkei an der Seite Chinas. Ähnlich war es im Osmanischen Reich: Damals hatte eine Gruppe von Offizieren, das sog, Komitee für Einheit und Fortschritt, auch bekannt als Ittihadisten,eine Koalition mit dem Deutschen Reich gebildet und das Land in den ersten Weltkrieg reingezogen. Mit dem Import des Begriffs und der Politik aus China verleirt die Türkei auch an Legitimation auf internationlem Parkett und wird im östlichen Mittelmeer mit ihren Vorhaben alleine sein. Diese Politik respektiert zudem die Rechte der Anrainerstaaten nicht. Die Türkei wird damit zu einem Land, dass den freien Seeverkehr nicht mehr respektiert. Die Türkei braucht derzeit keine Politik der Expansion, die aus der Blauen Heimat hervorgeht, sondern eine, die sich auf Diplomatie, internationales Recht und nationale Interessen stützt.

Der Text wurde für die deutsche Übersetzung redaktionell bearbeitet. Das Original finden Sie hier.

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Wissenschaftler Günebakan zu Flüchtlingen: “Ihr müsst euch nicht verstecken. Ihr habt eine gute Ausbildung.”

Islam Günebakan gehört zu den Wissenschaftlern , die nach dem Putschversuch 2016 entlassen wurden. Er fuhr danach Taxi und verkaufte Tomatenmark um zu überleben. Später floh er aus dem Land, indem er den Grenzfluss Mariza überquerte. Heute lebt er in Deutschland und macht den Flüchtlingen aus der Türkei Mut: “Hört auf Angst zu haben!” Bold hat mit dem Wissenschaftler gesprochen.

Von Cevheri Güven

(Aus dem Türkischen von Sven Weber)

Der Wissenschaftler Islam Günebakan hat an der Mustafa Kemal Universität unterichtet bis er nach demPutschversuch vom 15. Juli 2016 per Dekret entlassen wurden. Damals hatte er gerade seine Doktorarbeit beendet und wartete auf seine mündliche Stellungnahme vor der Universitätsjury. Dazu kam es aber niemals. Zunächst zog sich sein Betreuer und dann auch die Jury zurück.

Um seine Familie zu ernähren, fing der fünffache Vater an Tomatenmark verkaufen und Taxi fahren. Der Druck auf den Wisenschaftler wuchs aber immer mehr. Inzwischen wurde er in seiner Umgebung als Ungläubiger (“kafir”) bezeichnet. Um schlimmeres zu verhindern schwomm der Mann über den Grenzfluss Mariza ins griechische Nachbarland. Einige Wochen später organisierte er ein Schlauchboot und schaffte es auch seine Familie aus dem Land zu bringen.

Günebakan lebt mit seiner Familie in Deutschland und hat ein neues Leben begonnen. Nach dem er die Sprache gelernt hat, ist der Mann zu seinem eigentlichen Beruf zurückgekehrt und darf jetzt seine Doktorarbeit in seiner neuen Heimat beenden.

Die Lebensgeschichte von Günebakan ist voll von Verlusten und Siegen. Er hat auch Empfehlungen an neue Flüchtlinge aus der Türkei:” Habt keine Angst. Ihr müsst euch nicht in Deutschland verstecken. Ihr habt alle eine gute Ausbildung. Versucht eure Berufe auszuüben. Ihr werdet es schaffen.”

Warten auf das Ende der Doktorarbeit

Besonders enttäuscht ist Islam Günebakan von seinen ehemaligen Kollegen:
“Ich hatte gerade meine Doktorarbeit zu Ende geschrieben. Ich musste noch vor der Universitätsjury meine Doktorarbeit verteidigen. Weil ich aber per Dekret entlassen wurde, hat mein Betreuer Ibrahim Seyrek seine Aufgabe nicht mehr ausgeübt. Später hat sich ein anderer dazu Betreuer bereit erklärt und ich konnte vor der Universitätsjury meine Doktorarbeit verteidigen.

Als sie gemerkt haben, dass ich per Dekret entlassen wurde, haben sich die Jurymitglieder beraten und sich entschieden ihr Amt niederzulegen. Ich bin dann zum Leiter meines Fachbereichs Prof. Arif Özsağır gegangen, damit wir eine Lösung finden. Er sagte nur, dass niemand sich in meinem Fall bereit erklärt Jurymitglied zu werden. “Wenn es nach mir ginge, sollte man dich nicht einmal als Studenten akzeptieren. Man sollte dir sogar die Staatsbürgerschaft entziehen,” soll der Hochschulprofessor Özsağır gesagt haben.

“Auch wenn ich im Gefängnis sein oder verurteilt sein sollte darf das Recht auf Bildung nicht gehindert werden. Mein Recht auf Bildung wurde mir weggenommen, bevor überhaupt ein Gerichtsverfahren gegen mich angefangen hat – und das von Professoren,” empört sich der Wissenschaftler.

“Meine Familie behandelte mich wie einen Terroristen”

Neben der Entlassung per Dekret leidet Günebakan besonders daran, dass seine Familie ihn nicht unterstützt hat.
“Nachdem ich entlassen wurden, habe ich meine Mutter angerufen. ´Dann wärst du mit ihnen eben nicht in Verbindung gewesen,´war ihre Reaktion. Sie hat neben mir den Nachrichtensender “A Haber” (Anm. d. Red. Sender, der regelmäßig gegen Regierungsgegner hetzt und praktischer Kontrolle von Präsident Erdoğan ist). Sie hat sich die Flagge geschnappt und hat immer wieder an den “Demokratie-Meetings” teilgenommen. Später merkte sie wer im Recht und wer im Unrecht war. Aber ihre ersten Reaktionen haben sich in mein Herz eingebrannt.

Nach meiner Entlassung war ich zu einem meiner Brüder gegangen. ´wenn es einen Bürgerkrieg gäbe würde ich dich auf der Straße töten, egal ob Bruder oder nicht.´Ähnlich mein Schwiegervater. ´Wenn wir auf die Straßen (Anm. d. Redakton in den Bürgerkrieg) gehen sollten, wären die ersten, die ich erschieße meine Tochter und mein Schwiegersohn.´

´Der Staat darf das. Neben den Schuldigen wird es sicherlich auch Unschuldige geben. Das ist etwas notwendiges,´sagte mein Vater. Als ob das nicht reicht, bekamen meine Kinder in der Schule auch den Druck zu spüren, weil sie zu diesen oder jenen gehören sollen.”

Versuchen auf den Beinen zu stehen

Nach dem Günebakan entlassen wurde und keine Hilfe von seiner Familie bekommen hat musste er alleine einen Ausweg suchen.
“Zuerst habe ich Tomatenmark verauft. Aber das ist nur Saisonarbeit. In dieser Zeit hatte die Polizei bei mir zu Hause eine Razzia gemacht. Sie suchten nach mir. Mit einer gefälschten Identität habe ich dann angefangen als Taxifahrer zu arbeiten. Manchmal kamen die Polizisten zu unserem Taxistand um sich mit den Fahrern zu unterhalten. Sie wussten, dass ich per Dekret entlassen wurde. Eine von ihnen fragte mich, ob ich Fethullah Gülen mag. Ich erwiderte, dass ich respektiere. ´Dann bist du ein Ungläubiger,´sagte er zu mir. Alle dort waren wie festgefroren. Ich merkte, dass ich diesem Land nicht mehr die Chance habe zu leben. Ich entschied mich das Land zu verlassen.”

Schwimmend den Granzfluss Mariza überquert

Günebakan hatte den Menschenschmugglern nicht getraut. Er wollte den Grenzfluss Mariza alleine überqueren und später seine Familie rüberbringen. “Ich habe auf den Landkarten nach einer Möglichkeit gesucht, wo ich am besten rüberkommen kann. Meine Freunde, die zuvor den Fluss überquert hatten, rieten mir mit einem Taxi in die Nähe des Mariza zu fahren. Während ich rüberschwomm, hielt ich meine Tasche fest.

Als ich in Griechenland angekommen war, wollte ich zunächst dort bleiben. Ich ließ mich in Thessaloniki nieder. Es war dort sehr heiß. Ich besuchte einen Griechischkurs. Natürlich musste ich auch meine Ehefrau und unsere Kinder rausholen. Ich hatte versprochen zurückzukehren, wenn ich es nicht schaffe, sie auch ins Ausland zu bringen.

Ich hatte meiner Frau und einem Freund Koordinaten am Ufer des Mariza gegeben, zu dem sie kommen sollten. Ich hatte in Thessaloniki ein Schlauchboot gekauft und ein Auto gemietet, um ebenfalls zum Fluss zu gelangen. Ich musste das Boot mit meinem Auto aufpusten und hatte deswegen keine Kraft mehr. Die Strömung war sehr stark und ich hatte Schwierigkeiten das andere Flussufer zu erreichen. Neben meiner Familie hatte am anderen Flussufer auch die Familie meines Freundes gewartet. Wir waren dann zu zehnt im Boot, weswegen es sich kaum bewegt hat. Ich bin dann ins Wasser gesprungen und merkte, dass ich Boden unter den Füßen habe. Also schob ich dass Boot wieder zurück auf die griechische Seite.

In Thessaloniki hatten wir finanzielle Schwierigkeiten. Es gab eine Ausgabestelle, die Flüchtlinge jeden Tag zwei Mal mit Essen versorgte. Ich hatte dann von dort Essen für uns organisiert. Eine Zeit lang ging das so weiter. Es war sehr schwierig dort eine Arbeit zu finden.

Anfangszeit in Deutschland

Später habe ich meine Frau und Kinder auf eine gefährliche Schiffsreise nach Italien geschickt. Anschließend bin ich alleine nach Deutschland gekommen.

Mein Ziel war es in meinem Beruf weiterzumachen. Ich hatte rund 10 Professoren angeschrieben. An einer Universität gab es ein Programm, das sich ´Integrationskampuss” nennt. Ich hatte mich dafür beworben. Ich hatte ihnen dort erzählt, dass ich meine Doktorarbeit nicht beenden konnte. Ich wurde für das Programm akzeptiert und bekamm die Gelegenheit meine Doktorarbeit auf Englisch zu beenden. Ich entschied mich zuerst aber Deutsch zu lernen. Ein Professor der katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt hatte mich kontaktiert und jetzt arbeite ich an meiner Doktorarbeit. Ich besuche hier zudem Vorlesungen. Wenn ich meine Doktorarbeit beendet habe, würde ich gerne an der Universität bleiben.”

“Sprache lernen ist kein großes Problem”

Die neu ankommenden Flüchtlinge aus der Türkei müssten ihre Traumata und Ängste zurücklassen. Der Doktrand empfiehlt sich im Leben sichtbar zu machen. “An meinem Wohnort gibt es einen Ausländerbeirat. Die Mitglieder werden alle fünf Jahre gewählt. Sie entwickeln Projekte für Zuwanderer, damit sie sich besser integrieren können. Ich möchte mich auch zur Wahl stellen. Im Juli wird gewählt.

Wenn die Menschen in Deutschland ankommen, sehen sie das Lernen der neuen Sprach als großes Problem an. Sie denken, ohne die Sprache kann mich hier nicht einmal bewegen. In der Kommunikation gibt es drei wichtige Faktoren: Sprache, Ton und Körpersprache. Sprache sind etwa 20 Prozent der Kommunikation. Anfangs habe ich mich mit Englisch, Türkisch und ein wenig Deutsch verständigt. Es geht nicht nur darum fehlerfrei Deutsch zu sprechen, sondern eine Verbindung aufzubauen, seine Probleme erzählen zu können.

“Seid sichtbar und hört auf Angst zu haben”

“Ängste wie nicht hörbar nicht sichtbar sein, nicht wahrgenommen werden gibt es bei den neu ankommenden Flüchtlingen aus der Türkei. Das ist ein großes Hindernis beim Vorankommen. Das sind Ängste aus der Türkei. Sie haben sogar Angst in Gruppen der Messengerdienster “WhatsApp” und “Telegram” zu sein. Wir müssen das alles hinter uns lassen.

Nicht Sprache, sondern Angst ist das Problem

Ich bin zu einer Veranstaltung von “Amnesty” gegangen, als ich auf dem B1-Niveau war. Ich habe damals kaum etwas verstanden. Ich habe mich vorgestellt und erzählt, was ich in der Türkei durchgemacht habe. Ich wollte mithelfen. Sie sagten, dass sie bald in der Innenstadt einen Stand aufmachen werden und dass ich auch dabei sein könne. Inzwischen nehme ich an ihren wöchentlichen Veranstaltungen teil.

Wäre ich in der Türkei, wäre ich in Handschellen gewesen. Hier habe ich meine Freiheit. Der Staat gibt hier mir Möglichkeiten und tut hier mehr für mich als meine Eltern es für mich getan haben.Ich bin nicht auf andere angewiesen.

Flüchtlinge sollten also nicht nur zu einem Deutschkurs gehen. Sie sollten sich auch ehrenamtlich beteiligen. Wir sollten auch unsere Erfahrungen an die neuen Flüchtlinge geben, weil wir inzwischen auch eine gewisse Erfahrung gemacht haben.”

“Auch wenn man nicht in seinem alten Beruf arbeiten kann, dann wenigsten etwas ähnliches”

Günebakan teilt die Meinung vieler Flüchtlinge nicht, dass man hier nur gewöhnlicher Arbeiten werden können.
“Ab meiner Universität gibt es einen Studentclub. Sie entwickeln dort Autoprototypen. Ich habe mich bei ihnen als freiwilliger Helfer beworben. Jetzt mache ich die Mitgliederkartei und kümmere mich um die Emails und das, als ich noch auf B1-Niveau war. Es hat sehr viel dabei geholfen die Sprache zu lernen.

Die meisten der Flüchtlinge aus der Türkei sind Lehrer. Zunächst hieß es, dass solche in ihrem alten Beruf in Bayern nicht arbeiten könnten. Manche wollten gewöhnlicher Arbeiter oder LKW-Fahrer werden. Vielleicht kann man nicht an einer regulären Schule arbeiten, aber im Bildungsbereich gibt es auch andere Möglichkeiten, z.B. An Nachhilfeschulen.

Sagt nicht ´ich kann nicht als Lehrer werden und deswegen werde ich LKW-Fahrer.´Wenn ihr nicht in euren Fächern arbeiten könnt, dann zumindest in einem anderen Fach.

 

Der Text wurde für die deutsche Übersetzung redaktionell bearbeitet. Das Original finden Sie hier.

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