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Politik

Türkischer Konsul holt US-Diplomatin von der Bühne

Auf Anordnung eines Religions-Attachés wurde im rumänischen Konstanza ein US-Diplomat von der Bühne genommen. Der Fauxpas ist in einer Videoaufzeichnung zu sehen.

BOLD – Bei einer religiösen Veranstaltung in der südostrumänischen Stadt Konstanza kam es zu einem diplomatischen Eklat. So sollte die US-Diplomatin Abigail Rupp im Rahmen der Veranstaltungswoche “Mevlid-i Nebi” eine Rede halten. Rupp ist stellvertretende Botschafterin der US-Repräsentanz in Bukarest. Als die Diplomatin auf die Bühne des Jean Constantin Theaters in Konstanza stieg um ihre Rede zu halten, griff plötzlich der türkische Konsul Sulhi Turan ein und holte Rupp von der Bühne.

Bei der Veranstaltung hatten zuvor Murat Yusuf, türkischer Religionsbeauftragter von Rumänien und der Staatssekretär des Kulturministeriums von Rumänien, Victor Opaschi, Reden gehalten.

Die US-Diplomatin hatte bereits mit ihrer Rede begonnen, bevor der türkische Konsul Sulhi Turan von unten intervenierte. Es täte ihm leid, doch “ihr Wortbeitrag sei nicht im Programm eingebaut”, so Turan zu Rupp. Daraufhin griff auch Yunus Akkaya, der türkische Religionsattaché ein. “Nein, das ist unsere Veranstaltung,” soll Akkaya gesagt haben. Rupp bedankte sich nach diesen Eingriffen ironischerweise “für die Gastfreundschaft” und stieg von der Bühne runter.

USA: “Eine ungünstige Geste”

Nachdem einige Medien über den peinlichen Vorfall berichteten, gab die US-Botschaft eine Erklärung an das rumänische Medium Mediafax ab. Man sei traurig über diese Behandlung der US-Diplomatin, hieß es darin. “Die öffentliche Unterbindung der Rede einer hochrangigen US-Diplomatin durch Vertreter der türkischen Regierung auf einer Veranstaltung, die ursprünglich die religiöse Freiheit und Vielfalt in Rumänien feiern sollte, ist eine sehr ungünstige Situation”, so die US-Botschaft weiter.

TÜRKISCHES KONSULAT: “NICHT EINGELADEN”

Auch das türkische Konsulat in Konstanza hat sich zu dem Eklat geäußert. Demnach sei die US-Diplomatin nicht einmal zu der Veranstaltung eingeladen gewesen. Man habe die US-Diplomatin höflich daran erinnert und sie von der Bühne herunter gebeten. Nachdem sie diesem Wunsch entsprach, habe sich der Konsul Turan bei der Diplomatin für die Einsicht bedankt.

Nach dem Eklat ging die Veranstaltung mit den Wortbeiträgen des Bürgermeisters von Konstanza, Decebal Fagadau, und des türkischen Konsuls Sulhi Turan weiter.

Englisch sprechen keine Leichtigkeit

Eine weitere Auffälligkeit war, dass es dem türkischen Konsul nicht leicht gefallen ist, Englisch zu sprechen. Zudem ist es stark aufgefallen, dass der Konsul durch den Religionsattaché regelrecht dirigiert wurde.

DIPLOMAT AMERICAN, RETRAS DE PE LISTĂ

O întâmplare mai puțin obișnuită a avut loc seara trecută la un eveniment organizat de Muftiatul Cultului Musulman din România. Adjunctul șefului misiunii diplomatice a Ambasadei SUA la București a fost dat jos de pe scenă de consulul general al Republicii Turcia la Constanța pe motiv că discursul diplomatului american nu era în program.

Gepostet von Dobrogea TV am Dienstag, 19. November 2019

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Politik

Von „mein Freund Putin“ zu „verehrter Putin“

Zwischen der Türkei und Russland scheint die Stimmung betrübt zu sein. Nach dem gestrigen Treffen der Präsidenten beider Länder hatte Erdoğan in einer Pressekonferenz seinen Amtskollegen nicht mehr wie Gewohnt “mein Freund Putin genannt, sondern nur noch “verehrter Putin.”

Neben dem Emir von Katar gehört Putin zu den Führern, mit denen sich Erdoğan am häufigsten trifft. Vergangenes Jahr haben sich die beiden Staatschefs insgesamt acht Mal getroffen. Beim vorherigenTreffen hatte Erdoğan seinem Amtskollegen mehrfach mit “mein Freund” angesprochen.

Putin und Erdoğan vereinbarten beim gestrigen Treffen in Moskau einen Waffenstillstand und die Rückkehr von Flüchtlingen nach Idlib. Zudem musste die türkische Seite die territoriale Integrität Syriens garantieren. Die Vereinbarung wird als Scheitern der türkische Militäroperation in Syrien angesehen. Zuletzt wurden bei Angriffen in Idlib 36 türkische Soldaten von Regierungstruppen getötet.

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Politik

Massenschlägerei im Parlament nach gegenseitigen Beleidigungen zwischen Abgeordneten von AKP und CHP

Präsident Erdoğan hatte in einer Rede die Kritiker seiner Syrien-Politik heftig kritisiert. Unter anderem benutzte der Staatschef in Richtung von Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu (CHP)“Verräter, Ehren- und Würdelose.” Die Antwort hatte dann der stellvertretende Fraktionsvorsitzede der CHP, Engin Özkoç, in einer Pressekonferenz gegeben. “Wer unsere Märtyrer als ´Köpfe´bezeichnet ist ehrenlos, würdelos und ein Vaterlandsverräter,” sagte Özkoç bei seiner Pressekonferenz im Parlament.

Präsident Erdoğan hat deswegen den Oppositionsabgeordneten wegen Beleidigung verklagt. Das teitle der Rechtsanwalt des türkischen Präsidenten, Hüseyin Aydın, über Twitter mit. “Wegen der unverschämten Beleidigung unseres Präsidenten haben wir Engin Özkoç auf eine Million TL verklagt.” Auch die Staatsanwaltschaft hat sich in dem Thema eingeschlatet und Ermittlungen gegen den CHP-Politiker eingeleitet.

Wegen der Worte von Özkoç kam es gestern im türkischen Parlament zu einer Massenschlägerei zwischen Abgeordnete der Regierungspartei AKP und der Oppositionspartei CHP.

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Politik

Ex-HDP-Vorsitzender Demirtaş: Erdoğan konnte Gülen nie leiden

Der ehemalige Vorsitzende der prokurdischen Partei HDP, Selahattin Demirtaş, ist seit etwa drei Jahren im Gefängnis und schreibt seit neuestem Meinungsbeiträge für die kurdische Zeitung “Yeni Yaşam”. In seinem aktuellen Beitrag geht er auf die Beziehungen zwischen Erdoğan und der Gülen-Bewegung ein.

BOLD – Der ehemalige Vorsitzende der prokurdischen Partei HDP, Selahattin Demirtaş, hat sich erstmals zu der Beziehung zwischen dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem im US-Exil lebenden Prediger Fethullah Gülen geäußert. In einem Beitrag für die Zeitung “Yeni Yaşam” schrieb Demirtaş, dass Erdoğan den islamischen Gelehrten Fethullah Gülen nie leiden konnte. Demirtaş sitzt wegen Terrorvorwürfen seit etwa drei Jahren in türkischer Haft. Kritiker glauben, dass Demirtaş verhaftet wurde, weil er viele Nicht-Kurden von seiner Partei überzeugen konnte und dadurch allmählich zur Gefahr für den türkischen Machthaber wurde. “Es wäre nicht übertrieben, wenn ich sagen würde, dass Erdoğan die Gülen-Bewegung innerlich gehasst hat, weil er die Regierung mit dieser Bewegung teilen musste”, so der kurdische Politiker. 

Seit dem Putschversuch 2016, für die Erdoğan die Gülen-Bewegung verantwortlich macht, hat der mächtige Mann in Ankara mehr als 500.000 Strafermittlungen gegen deren Anhänger einleiten lassen. Über 200.000 davon wurden festgenommen. Gülen selbst lebt seit 1999 im US-Exil. Noch kurz vor der Zerbröselung der Beziehungen hatte Erdoğan Gülen aufgerufen, in die Türkei zurückzukehren, um die “Sehnsucht endlich zu beenden”. 

“Dieser Aufruf war nicht ehrlich gemeint”, schreibt der Kurdenpolitiker und führt fort: “Erdoğan hatte Gülens Vorhaben schon vorher geahnt und versuchte Gülen in die Türkei zu holen um ihn dadurch unter Kontrolle zu haben. Das war das Ziel dieses Aufrufs.” Erdoğan habe “Gülen nicht als eine Gefahr für den Staat, sondern für seine Regierung” gesehen, so Demirtaş weiter. 

“Türkischer Staat war nie demokratisch”

Der kurdische Politiker kritisiert in seinem Text auch die Staatsführung in der Türkei. Seit der Gründung der Republik sei der Staat in der Hand einer bestimmten Gruppe. Das müsse ein Ende haben. Der Staat sei in den Anfangsjahren seiner Gründung von der kemalistischen Elite unterwandert worden. Und jetzt habe Erdoğan den Staat unterwandert. Ein Staat, der niemals demokratisch und partizipatorisch gewesen sei, sei nun in die Kontrolle eines Mannes geraten und dadurch zusammengebrochen. 

 

 

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