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Wirtschaft

Abdullah Kiğılı: Wir erleben die größte Krise

Kiğılı gehört zu den Textilgrößen der Türkei. Jetzt hat sich Firmenchef Abdullah Kiğılı in einem Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin “Capital” zur wirtschaftlichen Lage in der Türkei geäußert. “Es ist schwierig und es gibt kein Wachstum. Es wird keine neunen Einkaufzentren geben. Es werden keine neuen Marken aus Europa kommen und es wird keine neuen Marken in der Türkei geben,” so Kiğılı.

Besonders im Luxussegment gebe es einen Rückgang in der Türkei. In der Türkei gebe es nicht genug Kaufkraft für Luxusmarken. “Bei dieser Teuerung, bei diesen Preisen, bei dem Euro-Dollar-System gibt es keine Möglichkeit für Einkäufe,” sagte Kiğılı im Gespräch mit Capital.

Absatzschwierigkeiten bei Schuhen auf Herrenmode übergesprungen
Der Geschäftsmann kritisiert die hohen Mieten in den Einkaufszentren. “Niemand unternimmt etwas dagegen, dass die Mieten gesenkt werden,” beschwert sich Kiğılı. Von den 500 Einkaufszentren hätten 450 Probleme. “Der Schuhmarkt ist zusammengebrochen. Viele Marken exisiteren nicht mehr. Das selbe ist jetzt auf die Herrenmode übergesprungen.”

„Größte dagwesene Krise”
Im Vergleich mit vorherigen Krisen sei die jetzige die größte, so Kiğılı.”Ich bin seit 54 Jahren in diesem Sektor. Wir sind hier zu Dritt. Der Erste ist Osman Boyner, der zweite ist der Gründer von Mavi, Sait Akarlılar, und der dritte bin ich. Es gibt niemanden in dem Sektor, der Älter ist als wir (…) Wir haben keine größere Krise erlebt.”

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Türkei: Steuereinnahem sinken, Staatsausgaben steigen

Die Wirtschaftszahlen in der Türkei sind besorgniserregend: Im vergangenen Mai sind die Steuereinnahmen um7,6 Prozent auf 55, 3 Mrd. TL zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Zinsen um 21.8 Prozent gestiegen. Das Haushatltsdefizit für die ersten fünf Monaten dieses Jahres betragen damit 90,1 Mrd. TL.

Gleichzeitig sind auch die Ausgaben im Sicherheitsbereich gestiegen: Im Mai wurden in dem Bereich 751,6 Millionen TL ausgegeben. Insgesamt wurden in den ersten fünf Monaten des jahres sogar hier 2,048 Mrd. TL ausgegeben. Auch bei der staatlichen Gesundheitskasse “SGK” stiegen die Ausgaben. 14,8 Mrd. TL musste der Landeshaushalt alleine im Mai an die SGK an Hilfen überweisen. Zwischen Januar und Mai lag diese Summe sogar bei 58,4 Mrd. TL.

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Wirtschaft

16 Millionen Arbeitslose in der Türkei

Die türkische Maschinenbauer-Kammer sorgt sich angesichts von 16 Millionen Arbeitslosen um die Zukunft der Wirtschaft des Landes. Der Rückgang in der Produktion habe abschreckende Wirkung für Investoren.

In ihrem Bericht für den Monat Mai hat die türkische Maschinenbauer-Kammer (MMO) die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes kritisiert. Inzwischen gebe es in dem Land 16 Millionen Arbeitslose. Nur ein Viertel bekäme staatliche Unterstützung.

Einbruch in der Produktion

Die Corona-Krise habe zu der immer wachsenden Schwäche in der türkischen Wirtschaft geführt. Die Einnahmen und Ausgaben klafften weit auseinander und die Produktion sei eingebrochen, warnten die Experten. Im März, in dem die Pandemie angefangen hatte, schrumpfte die Industrieproduktion im Vergleich zum Vormonat um sieben Prozent. In manchen Bereichen sei der Einbruch sogar größer.

12 Millionen Arbeitslose bekommen keine Unterstützung

Der Einbruch in der Wirtschaft hat auch zu einem starken Anstieg in der Arbeitslosigkeit geführt. Nehme man etwa die Gruppen wie die arbeitenden 15-17 Jährigen, der Freiberufler oder die über 65-Jährigen, die wegen der Corona-Maßnahmen das Haus nicht verlassen dürfen, käme man auf 16 Millionen Arbeitslose, wovon nur ein Viertel Unterstützung, kritisiert die Kammer in ihrem Bericht.

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Wirtschaft

Ungewissheit in der Türkei verunsichert Tourismusbranche

Die Corona-Maßnahmen in der Türke treffen besonders die Tourismusbranche. Wer in das Land einreist muss zunächst für 14 Tage in Quarantäne. Das schreckt Touristen ab. Hotelbetreiber und Gastronomie sind empört. Die Tourismusunternehmer verlangen daher die Anerkennung der Coronatests in den Heimatländern der Touristen.

Auch ein Test an den Flughäfen lehnen die Unternehmer ab. „Ich habe versucht zu erklären, dass so etwas nicht schön ist. Die Touristen können das in den Flughäfen ihrer Heimatländer machen. Auch bei ihren eigenen Ärzten können sie das machen und mit einem entsprechenden Attest in das Land kommen,“ sagte das Vorstandsmitglied der schweizerischen Bentour Reisen, Kadir Uğur, der Zeitung „Cumhuriyet.“

Kritisiert wird auch die Ungewissheit bei der Hotelsteuer. „Wie soll das alles geregelt werden, niemand weiß es. Wir machen derzeit die Verträge für das kommende Jahr. Die Hotels gehen unterschiedlich vor. Die einen wollen die Steuer von den Kunden erheben und die anderen vom Reiseveranstalter,“ so Uğur.

Der Einbruch in der Tourismusbranche würde das Land sehr hart treffen. Es gehört zum wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes und bringt einen Großteil der Devisen ein.

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