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Türkei: 13 Flüchtlinge nach Grenzübertritt in Van erfroren

Erneut ist es in der Türkei zu einem Flüchtlingsdrama gekommen. In Çaldıran (Provinz Van) sind am gestrigen Samstag Flüchtlinge durch Erfrieren ums Leben gekommen. 10 der Toten kamen aus Afghanistan, die übrigen drei aus dem nordsyrischen Kobane.

Laut dem Gouverneursamt von Van war der Grund heftiger Wind und Schneefall. In den Abendstunden wurde der Genarmerie von Çaldıran, dass 13 Personen, die auf illegalen Wegen ins Land gekommen sind, durch Erfrieren ums Leben gekommen sind.“ Wegen des starken Schneefalls konnten die Rettungskräfte zunächst nicht zum Unglücksort gelangen. Die 13 Personen kamen über die iranische Grenze in die osttürkische Provinz.

Immer wieder kommen Flüchtlinge über die iranische Grenze in die Türkei. Im Winter werden sie dabei oft vom schlechten Wetter überrascht. Viele kommen dabei ums Leben.

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Mehr Tote durch Coronavirus in der Türkei als von Gesundheitsminister angegeben

Die Zweifel an Regierungszahlen zur Corona-Krise in der Türkei werden immer größer. So hatte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am vergangenen Samstag die Toten durch das Coronavirus mit 16 beziffert. Dabei waren an dem Tag nur in Istanbul 20 Personen durch den gefährlichen Erreger umgekommen, teilte der stellvertretende Vorsitzende der Oppositionspartei CHP, Veli Ağbaba, über Twitter mit.
„Wegen des Coronavirus sind in Istanbul 20 Personen gestorben. Die Namen sind auf e-devlet (E-Government) veröffentlicht. Alleine in einer Provinz sind 20 gestorben. Aber (nach offiziellen Zahlen) in 81 Personen 16. Das ist ein Skandal. Wie sollen wir denen noch glauben?,“ so Ağbaba.

Nach der Veröffentlichun von Ağbabas Meldung konnten Toten nicht mehr in das e-devlet eingetragen werden. Offiziell wurde dazu vermeldet, dass es wegen eines technischen Problems nicht gehen.

Die Antwort von Ağbaba ließ nicht lange auf sich warten. „Nach zwei Twittermeldungen wurde es verboten Todeszahlen ins e-devlet einzutragen.“ Von Transparenz könne nicht die Rede sein. Das Gesundheitsministerium müsse den Bürgern die tatsächlichen Zahlen bekannt geben, forderte der Abgeordnete der Oppositionspartei. T

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Coronavirus: Auch türkische Ärzteverinigung zweifelt an offiziellen Zahlen

Die Zweifel an den Zahlen zum Coronavirus in der Türkei werden immer größer. So hatte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Donnerstag Abend bekannt gegeben, dass es bei 3.629 Fällen lediglich 75 Tote gegeben haben soll.

Inzwischen zweifelt auch die türkische Ärztevereinigung TTB (Türkiye Tabipler Birliği) an den offiziellen Zahlen und fordert, dass die Zahlen getrennt nach Geschlecht, Alter und Stadt veröffentlicht werden. „Wir bekommen nur Zahlen zur Epidemie nur von Twittermeldungen von Gesundheutsminister Fahrettin Koca. „Es ist nicht voretilhaft, keine Zahlen von den Internetseiten des Gesundheitsministeriums oder anderer Behörden zu bekommen,“ so die türkische Ärztevereinigung in ihrer Mitteilung.

Immer wieder waren in den Tagen Videos in den sozialen Medien veröffentlicht worden, in denen Corona-Tote beerdigt wurden. Eine Frau aus Çanakkale hatte die Beerdigung ihres Vaters ins Netz gestellt und gesagt, dass es in der Stadt offiziell keine Toten gegeben haben soll.

Die Ärztevereinigung fordert von der Regierung zudem, dass die Bevölkerung Wasser kostenlos bekommt. Die wichtigste Schutzmaßnahme sei schließlich das Händewaschen. Schließlich seien 45 % der Bevölkerung von Armut betroffen. Konkret sollen die Menschen pro Person am Tag 150 Liter kostenlos Wasser erhalten.

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Erneut HDP-Bürgermeister durch Zwangsverwalter ersetzt und festgenommen

Der türkische Innenminister hat mit einer Anordnung die Bürgermeister Batman, Silvan, Lice, Eğil und Ergani zunächst durch Zwangsverwalter ersetzt und anschließend festgenommen. Alle Bürgermeister sind Mitglieder der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Die Maßnahme hatte Innenminister Süleyman Soylu angeordnet.

Vor den Amtssitzen hat die Polizei Barrikaden errichtet. Mitarbeiter durften nicht an ihren Arbeotsplatz und wuden nach Hause geschickt. In Batman wurde auch die Straße vor dem Amtssitz des Bürgermeister für den Verkehr gesperrt. Zus ehen waren auch gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte. Bei Protesten vor dem Amtssitz wurden 10 Personen festgenommen.

Bei den Regionalwahlen im März vergangegen Jahres hatte die HDP die Bürgermeister in 65 Städten und Gemeinden gestellt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur „Mezopotamya“ wurden 37 Bürgermeister durch Zwangsverwalter ersetzt. Zuletzt wurde der ebenfalls durch einen Zwangsverwalter ersezte und anschließend verhaftete HDP-Bürgermeister von Diyarbakır, Selçuk Mızraklı, wegen Terrorismusdelikten zu 9 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt.

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