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Türkei 2019: Mehr Scheidungen und weniger Eheschließungen

In der Türkei häufen sich die Scheidungen. Nach Angaben des türkischen Statistikinstituts TÜIK ist die Zahl der Scheidungen 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent gestiegen. Auch die Zahl der Eheschließungen ging mit 2,3 Prozent zurück. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter bei den Eheschließungen.

541.000 Eheschließungen, 155.000 Scheidungen

Insgesamt heirateten im vergangenen Jahr 541.424 Paare (-2,3 Prozent). Gleichzeitig stiegt die Zahl der Scheidungen auf 155. 047 (+8 Prozent). Die meisten Ehen wurden in Aksaray geschlossen, die wenigsten in Gümüşhane. Die meisten Scheidungen gab es in Izmir, die wenigsten in Hakkari.

Durchschnittsalter Männer bei Eheschließung bei 27,9 Jahre

2019 wurde 36 Prozent der Ehen in den ersten 5 Jahren geschieden, 20,6 Prozent der Scheidungen fanden zwischen dem 6. und 10 Ehejahr statt. Das Durchschnittsalter bei der Eheschließung lag im vergangenen Jahr bei den Mänern bei 27,9 Jahren und bei Frau bei 25.

Jede 23. Braut Ausländerin

4,3 Prozent (23.264) der Bräute waren Ausländerinnen. Nur 0,8 Prozent (4.580) der Bräutigame waren Ausländer. Die meisten der ausländischen Bräutigame waren Deutsche, gefolgt von Syrern und Österreichern. Die meisten auslländischen Bräute waren Syrerinnen (14,5 Prozent), gefolgt von Aserbaidschanerinnen und Deutschen.

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Zahl der Toten durch Coronavirus in der Türkei steigt weiter

Die Zahlen der Opfer durch das Coronavirus steigen in der Türkei weiterhin rasant an. Nach Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca sind am Samstag 76 weitere Personen an den Folgen des gefährlichen Erregers gestorben. Insgesamt sind damit seit Ausbruch der Corona-Krise in dem Land 501 Personen ums Leben gekommen.

Zudem wurden gestern 3.013 weitere Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Insgesamt stieg die Zahl der Infizierten damit auf 23.934. Nach gestrigen Stand befinden sich in den Intensivstationen 311 Patienten.

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Allgemein

Sorge um politische Gefangene in der Türkei wächst

Die Situation in den türkischen Gefängnissen ist unübersichtlich. Zu viele Gefangene müssen auf engstem Raum zusammenleben. So berichtet der Gefangene des Hilvan Gefängnisses in Urfa, so Ömer Özmen, bei einem Telefonat mit seiner Mutter Zeynep, dass in seiner Zelle 18 Personen untergebracht sind, vier von ihnen müssten sogar auf dem Boden schlafen.

Hinzukommen auch mangelnde hygienische Verhältnisse. „Die Gefängnisleitung gibt uns keine Hygieneprodukte. Sie wollen, dass wir es kaufen. Wir bezahlen für Handseife 50 TL. Unsere Zelle wurden nicht desinfiziert. Nur das Erdgeschoss wurde desinfiziert. Die Gefängniswärter ziehen weder Maske noch Handschuhe an. Sie kommen in unsere Zellen rein und fassen unsere Sachen an. Es gibt keinerlei Vorkehrungen gegen die Epidemie. Uns wurden auch Radios und Bücher weggenommen,“ wird der Gefangene von seiner Mutter zitiert.

Mit einem neuen Amnestiegesetz will die Regierung von Präsident Gefangene entlassen. Ausgenommen sind Häftlinge, die wegen Terrordelikte einsitzen. Zehntausende politische Gefangene sind aber wegen solcher Terrordelikte verurteilt und müssen weiterhin in den Gefängnissen der Türkei bangen. Das führt auch bei den angehörigen der Gefangenen für Empörung. „Sie wollen unsere Kinder bewusst töten. Wegen der Pandemie sterben jeden Tag Menschen. In den Gefängnissen werden unsere Kinder ohne jegliche Vorsichtsmaßnahmen festgehalten. Verbrecher werden freigelassen aber nicht unsere Kinder, die für ihre Rechte gekämpft haben,“ so Zeynep Özmen. Die Mutter ruft dazu auf Gefangene wie ihren Sohn nicht zu töten.

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Verdacht auf Coronavirus bei HDP-Politikerin im Gefängnis

Nalan Özaydın ist die ehemalige Bürgermeisterin von Mazıdağı und gehört zu den Politikerinnen der HDP, die inhaftiert sind. Wegen des Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus wurde Özaydın vom Gefängnis in Tarsus ins Krankenhaus von Mardin gebracht.

Inzwischen hat der Rechtsanwalt der Politikerin beim Strafgericht von Mardin einen Antrag auf Entlassung aus der Haft gestellt. Sollte Özaydın wieder zurück ins Gefängnis gebracht werden, wäre das ein großes Risiko. Das Gericht hat dem Antrag inzwischen stattgegeben. Die HDP-Politikerin bleibt im Krankenhaus von Mardin zunächst unter Karantäne.

Resim

Özaydın wurde im vergangenen durch das Innenministerium von ihrem Amt enthoben und durch einen Zwangsverwalter ersetzt. Anschließend wurde sie festgenommen. Dutzende Bürgermeister der HDP wurde auf ähnliche Weise durch das Innenministerium durch Zwangsverwalter ersetzt und anschließend festgenommen.

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