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Staatliche Nachrichtenagentur Anadolu zeigt in Syrien Verbündete mit Wappen von IS

Die Rolle der Türkei in Syrien ist nicht klar. Mit der sog. “Syrischen Nationalarmee” ist das türkische Militär bis nach Idlib vorgedrungen. In der vergangenen Nacht gab es dann einen verheerenden Luftschlag durch die syrische Kampfjets. Dabei sollen nach offiziellen Angaben 33 türkische Soldaten getötet worden sein.

Angaben über getötete Soldaten unklar

Daran gibt es allerdings Zweifel. Kurze Zeit nach dem Luftangriffe tauchten in den Medien Whatsapp-Nachrichten der Soldaten vor Ort auf. Diese Sprachen von bis zu 100 Toten und mehr, die gestern Nacht umgekommen werden sollen. Zudem tauchten Aufnahmen aus den Grenzstädten Hatay und Reyhanli auf, in der verletzte Soldaten eingeliefert wurden. Von russischer Seite heißt es, dass an dem Angriff keine eigenen Kampfflugzeuge beteiligt waren. Dennoch bleiben Zweifel, ob der Luftschlag ausschließlich von der syrischen Luftwaffe ausgeübt wurde.

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Staatl. Nachrichtenagentur zeigt Verbündete mit Wappen von Terrormiliz IS

Immer mehr gibt es Zweifel daran, dass es sich um die mit den türkischen Truppen verbündeten syrischen Kräften um ausschließlich Aufständische handelt. Die staatliche Nachrichtenagentur “Anadolu” hatte ein Video veröffentlicht, dass offenbar von der Türkei ausgerüstete Kämpfer der Syrischen Nationalarmee zeigt. Auf den Uniformen der Kämpfer war das Wappen der Terrormiliz IS angebracht. Später hatte die staatliche Nachrichtenagentur aber das Video aus dem Internet genommen.

Flüchtlinge machen sich auf Weg in die EU

Für die Türkei spitzt sich derweil die Lage immer weiter zu. Weil der Westen nichts in Sachen in Idlib unternehme hatte die Türkei angekündigt, Flüchtlinge bei der Weiterreise in die EU nicht mehr aufzuhalten. Kaum wurde das bekannt, machten sich viele in Richtung Griechenland. An den Grenzübergängen hatte sich Schlangen gebildet. Inzwischen hat sich auch die EU zu dem Thema geäußert: Man erwarte, dass sich die Türkei an den Flüchtlingsdeal hält.

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Coronavirus: Auch türkische Ärzteverinigung zweifelt an offiziellen Zahlen

Die Zweifel an den Zahlen zum Coronavirus in der Türkei werden immer größer. So hatte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Donnerstag Abend bekannt gegeben, dass es bei 3.629 Fällen lediglich 75 Tote gegeben haben soll.

Inzwischen zweifelt auch die türkische Ärztevereinigung TTB (Türkiye Tabipler Birliği) an den offiziellen Zahlen und fordert, dass die Zahlen getrennt nach Geschlecht, Alter und Stadt veröffentlicht werden. „Wir bekommen nur Zahlen zur Epidemie nur von Twittermeldungen von Gesundheutsminister Fahrettin Koca. „Es ist nicht voretilhaft, keine Zahlen von den Internetseiten des Gesundheitsministeriums oder anderer Behörden zu bekommen,“ so die türkische Ärztevereinigung in ihrer Mitteilung.

Immer wieder waren in den Tagen Videos in den sozialen Medien veröffentlicht worden, in denen Corona-Tote beerdigt wurden. Eine Frau aus Çanakkale hatte die Beerdigung ihres Vaters ins Netz gestellt und gesagt, dass es in der Stadt offiziell keine Toten gegeben haben soll.

Die Ärztevereinigung fordert von der Regierung zudem, dass die Bevölkerung Wasser kostenlos bekommt. Die wichtigste Schutzmaßnahme sei schließlich das Händewaschen. Schließlich seien 45 % der Bevölkerung von Armut betroffen. Konkret sollen die Menschen pro Person am Tag 150 Liter kostenlos Wasser erhalten.

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Erneut HDP-Bürgermeister durch Zwangsverwalter ersetzt und festgenommen

Der türkische Innenminister hat mit einer Anordnung die Bürgermeister Batman, Silvan, Lice, Eğil und Ergani zunächst durch Zwangsverwalter ersetzt und anschließend festgenommen. Alle Bürgermeister sind Mitglieder der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Die Maßnahme hatte Innenminister Süleyman Soylu angeordnet.

Vor den Amtssitzen hat die Polizei Barrikaden errichtet. Mitarbeiter durften nicht an ihren Arbeotsplatz und wuden nach Hause geschickt. In Batman wurde auch die Straße vor dem Amtssitz des Bürgermeister für den Verkehr gesperrt. Zus ehen waren auch gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte. Bei Protesten vor dem Amtssitz wurden 10 Personen festgenommen.

Bei den Regionalwahlen im März vergangegen Jahres hatte die HDP die Bürgermeister in 65 Städten und Gemeinden gestellt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur „Mezopotamya“ wurden 37 Bürgermeister durch Zwangsverwalter ersetzt. Zuletzt wurde der ebenfalls durch einen Zwangsverwalter ersezte und anschließend verhaftete HDP-Bürgermeister von Diyarbakır, Selçuk Mızraklı, wegen Terrorismusdelikten zu 9 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt.

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Ärztekammer Diyarbakir: „Keine Testmöglichkeiten und keine Schutzkleidung für Gesundheitspersonal“

Die Angst um das Coronavirus hält die Türkei fest in ihrem Griff. Immer mehr Fälle von Infizierten werden bekannt. Und jetzt gehen langsam die Ärzte auf die Barrikaden. Der Vorsitzende der Ärztekammer von Diyarbakır, Şerif Demir, beklagt die mangelhafte Ausstattung von Krankenhäusern und Ärzten. Es fehle in den Krankenhäusern an Möglichkeiten zum Testen. Zudem hätte das Gesundheitspersonal nicht ausreichend Schutzkleidung und Atemschutzmasken um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Demir kritisiert, dass die Menschen in der Provinz Diyarbakır Angst hätten und es Panikstimmung gäbe. Es müsse dringlichst etwas unternommen werden. Derzeit müsste die Ärzte die Proben von Verdächtigen nach Ankara schicken. Es müsste aber die Krankenhäuser vor Ort über Testmöglichkeiten verfügen.

Nach offiziellen Angaben sollen lediglich 98 Personen mit dem gefährlichen Virus infiziert worden sein. Nur eine Person sei an den Folgen gestorben. Doch daran Zweifeln viele und lassen ihren Emotionen in den Sozialen Medien freien lauf. So sollen Dutzende Pilger, die aus Saudi Arabien gekommen waren und in Quarantäne gesteckt wurden, ausgebrochen sein.

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