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Albanien: Erneut droht Oppositionellem Verschleppung in die Türkei

In Albanien droht erneut ein dramatischer Fall von Verschleppung in die Türkei. 8 Monate lang befand sich der türkische Staatsbürger und Geschäftsmann Selami Şimşek in einem albanischen Gefängnis, weil er illegal ins Land eingereist sei. Şimşek war nach Albanien geflüchtet um in seinem Land der Verfolgung zu entkommen. Der Mann wurde gestern durch ein albanisches Gericht freigelassen.

Der türkische Geschäftsmann wurde von mehreren Männern in zivil vor dem Innenministerium in einen weißen Transporter gebracht und wird derzeit in dem Fahrzeug festgehalten. Offenbar versucht man den Mann zum Flughafen zu bringen um ihn dann in die Türkei zu bringen.

In einem Appell hat sich der Vater des Mannes an die Öffentlichkeit gewandt und um Hilfe gebeten. Sein Sohn werde nun schon seit sieben bis acht Stunden in dem weißen Transporter festgehalten, sagte der Vater.

In der Türkei werden diese Personen in Gefängnisse gesteckt und wegen Terrordelikten und Putschversuchs angeklagt. Ihnen drohen Folter und mehrjährige Haftstrafen. Ein rechtsstaatliches Verfahren ist in solchen Fällen nicht möglich.

Ähnliche Fälle hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben. So wurde im vergangenen Jahr ebenfalls ein türkischer Staatsbürger zum Flughafen gebracht und dort an Mitarbeiter des türkischen Geheimdienstes MIT übergeben. Auch in anderen Ländern hatte der türkische Geheimdienst unter Mithilfe örtlicher Sicherheitsdienste Oppositionelle in die Türkei gebracht. Seit dem Putschversuch am 15. Juli 2016 hatte der türkische Geheimdienst MIT über 100 Oppositionellen aus anderen Staaten in die Türkei geholt. Immer wieder betont die türkische Regierung „Terroristen“ und „Vaterlandsverräter“ aus dem Ausland mit Hilfe des MIT in die Türkei zu bringen.

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Coronavirus: Auch türkische Ärzteverinigung zweifelt an offiziellen Zahlen

Die Zweifel an den Zahlen zum Coronavirus in der Türkei werden immer größer. So hatte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Donnerstag Abend bekannt gegeben, dass es bei 3.629 Fällen lediglich 75 Tote gegeben haben soll.

Inzwischen zweifelt auch die türkische Ärztevereinigung TTB (Türkiye Tabipler Birliği) an den offiziellen Zahlen und fordert, dass die Zahlen getrennt nach Geschlecht, Alter und Stadt veröffentlicht werden. „Wir bekommen nur Zahlen zur Epidemie nur von Twittermeldungen von Gesundheutsminister Fahrettin Koca. „Es ist nicht voretilhaft, keine Zahlen von den Internetseiten des Gesundheitsministeriums oder anderer Behörden zu bekommen,“ so die türkische Ärztevereinigung in ihrer Mitteilung.

Immer wieder waren in den Tagen Videos in den sozialen Medien veröffentlicht worden, in denen Corona-Tote beerdigt wurden. Eine Frau aus Çanakkale hatte die Beerdigung ihres Vaters ins Netz gestellt und gesagt, dass es in der Stadt offiziell keine Toten gegeben haben soll.

Die Ärztevereinigung fordert von der Regierung zudem, dass die Bevölkerung Wasser kostenlos bekommt. Die wichtigste Schutzmaßnahme sei schließlich das Händewaschen. Schließlich seien 45 % der Bevölkerung von Armut betroffen. Konkret sollen die Menschen pro Person am Tag 150 Liter kostenlos Wasser erhalten.

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Erneut HDP-Bürgermeister durch Zwangsverwalter ersetzt und festgenommen

Der türkische Innenminister hat mit einer Anordnung die Bürgermeister Batman, Silvan, Lice, Eğil und Ergani zunächst durch Zwangsverwalter ersetzt und anschließend festgenommen. Alle Bürgermeister sind Mitglieder der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Die Maßnahme hatte Innenminister Süleyman Soylu angeordnet.

Vor den Amtssitzen hat die Polizei Barrikaden errichtet. Mitarbeiter durften nicht an ihren Arbeotsplatz und wuden nach Hause geschickt. In Batman wurde auch die Straße vor dem Amtssitz des Bürgermeister für den Verkehr gesperrt. Zus ehen waren auch gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte. Bei Protesten vor dem Amtssitz wurden 10 Personen festgenommen.

Bei den Regionalwahlen im März vergangegen Jahres hatte die HDP die Bürgermeister in 65 Städten und Gemeinden gestellt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur „Mezopotamya“ wurden 37 Bürgermeister durch Zwangsverwalter ersetzt. Zuletzt wurde der ebenfalls durch einen Zwangsverwalter ersezte und anschließend verhaftete HDP-Bürgermeister von Diyarbakır, Selçuk Mızraklı, wegen Terrorismusdelikten zu 9 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt.

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Ärztekammer Diyarbakir: „Keine Testmöglichkeiten und keine Schutzkleidung für Gesundheitspersonal“

Die Angst um das Coronavirus hält die Türkei fest in ihrem Griff. Immer mehr Fälle von Infizierten werden bekannt. Und jetzt gehen langsam die Ärzte auf die Barrikaden. Der Vorsitzende der Ärztekammer von Diyarbakır, Şerif Demir, beklagt die mangelhafte Ausstattung von Krankenhäusern und Ärzten. Es fehle in den Krankenhäusern an Möglichkeiten zum Testen. Zudem hätte das Gesundheitspersonal nicht ausreichend Schutzkleidung und Atemschutzmasken um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Demir kritisiert, dass die Menschen in der Provinz Diyarbakır Angst hätten und es Panikstimmung gäbe. Es müsse dringlichst etwas unternommen werden. Derzeit müsste die Ärzte die Proben von Verdächtigen nach Ankara schicken. Es müsste aber die Krankenhäuser vor Ort über Testmöglichkeiten verfügen.

Nach offiziellen Angaben sollen lediglich 98 Personen mit dem gefährlichen Virus infiziert worden sein. Nur eine Person sei an den Folgen gestorben. Doch daran Zweifeln viele und lassen ihren Emotionen in den Sozialen Medien freien lauf. So sollen Dutzende Pilger, die aus Saudi Arabien gekommen waren und in Quarantäne gesteckt wurden, ausgebrochen sein.

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