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Wirtschaft

Gewerschafter fordern besseren Schutz für Arbeiter in der Landwirtschaft

Auch die türkische Wirtschaft ist vom Coronavirus schwer getroffen. Besonders in der Landwirtschaft sieht es schlecht aus. Diese müssen oft mit mehreren Personen in einem Zelt schlafen. Die Gewerkschaft für die Landwirtschaft „Tarım Orkam-Sen“ schlägt deswegen Alarm. Sollte keine Maßnahmen ergriffen werden, könnten bei den Arbeitern in der Landwirtschaft der gefährliche Erreger ausbrechen. Das würde zur Knappheit bei den Lebensmitteln führen, warnt der Vorsitzende der Gewerkschaft Hamit Kurt.

Die bisherigen Maßnahmen würden Unternehmer schützen. „Das kann das Chaos weiter vertiefen. Im Landwirtschaftssektor gibt es keine Maßnahmen,“ so Kurt. Saisonarbeiter seien gezwungen zu Dutzenden im selben Zelt zu schlafen. In den Traktoren würden ebenfalls Dutzende Arbeiter transportiert werden. Das müsse sofort aufhören, warnt der Gewerkschaftsvorsitzende.

Die Gewerkschaft fordert deswegen besseren Schutz für die Arbeiter auf den Feldern. Dazu gehöre auch eine Zusammenarbeit von Staat und Gewerkschaften der Land- und Forstwirtschaft. Den Mitarbeitern müsse es ermöglicht werden kostenlose Tests zur Verfügung zu stellen.

Wirtschaft

Türkei: Steuereinnahem sinken, Staatsausgaben steigen

Die Wirtschaftszahlen in der Türkei sind besorgniserregend: Im vergangenen Mai sind die Steuereinnahmen um7,6 Prozent auf 55, 3 Mrd. TL zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Zinsen um 21.8 Prozent gestiegen. Das Haushatltsdefizit für die ersten fünf Monaten dieses Jahres betragen damit 90,1 Mrd. TL.

Gleichzeitig sind auch die Ausgaben im Sicherheitsbereich gestiegen: Im Mai wurden in dem Bereich 751,6 Millionen TL ausgegeben. Insgesamt wurden in den ersten fünf Monaten des jahres sogar hier 2,048 Mrd. TL ausgegeben. Auch bei der staatlichen Gesundheitskasse “SGK” stiegen die Ausgaben. 14,8 Mrd. TL musste der Landeshaushalt alleine im Mai an die SGK an Hilfen überweisen. Zwischen Januar und Mai lag diese Summe sogar bei 58,4 Mrd. TL.

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Wirtschaft

16 Millionen Arbeitslose in der Türkei

Die türkische Maschinenbauer-Kammer sorgt sich angesichts von 16 Millionen Arbeitslosen um die Zukunft der Wirtschaft des Landes. Der Rückgang in der Produktion habe abschreckende Wirkung für Investoren.

In ihrem Bericht für den Monat Mai hat die türkische Maschinenbauer-Kammer (MMO) die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes kritisiert. Inzwischen gebe es in dem Land 16 Millionen Arbeitslose. Nur ein Viertel bekäme staatliche Unterstützung.

Einbruch in der Produktion

Die Corona-Krise habe zu der immer wachsenden Schwäche in der türkischen Wirtschaft geführt. Die Einnahmen und Ausgaben klafften weit auseinander und die Produktion sei eingebrochen, warnten die Experten. Im März, in dem die Pandemie angefangen hatte, schrumpfte die Industrieproduktion im Vergleich zum Vormonat um sieben Prozent. In manchen Bereichen sei der Einbruch sogar größer.

12 Millionen Arbeitslose bekommen keine Unterstützung

Der Einbruch in der Wirtschaft hat auch zu einem starken Anstieg in der Arbeitslosigkeit geführt. Nehme man etwa die Gruppen wie die arbeitenden 15-17 Jährigen, der Freiberufler oder die über 65-Jährigen, die wegen der Corona-Maßnahmen das Haus nicht verlassen dürfen, käme man auf 16 Millionen Arbeitslose, wovon nur ein Viertel Unterstützung, kritisiert die Kammer in ihrem Bericht.

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Wirtschaft

Ungewissheit in der Türkei verunsichert Tourismusbranche

Die Corona-Maßnahmen in der Türke treffen besonders die Tourismusbranche. Wer in das Land einreist muss zunächst für 14 Tage in Quarantäne. Das schreckt Touristen ab. Hotelbetreiber und Gastronomie sind empört. Die Tourismusunternehmer verlangen daher die Anerkennung der Coronatests in den Heimatländern der Touristen.

Auch ein Test an den Flughäfen lehnen die Unternehmer ab. „Ich habe versucht zu erklären, dass so etwas nicht schön ist. Die Touristen können das in den Flughäfen ihrer Heimatländer machen. Auch bei ihren eigenen Ärzten können sie das machen und mit einem entsprechenden Attest in das Land kommen,“ sagte das Vorstandsmitglied der schweizerischen Bentour Reisen, Kadir Uğur, der Zeitung „Cumhuriyet.“

Kritisiert wird auch die Ungewissheit bei der Hotelsteuer. „Wie soll das alles geregelt werden, niemand weiß es. Wir machen derzeit die Verträge für das kommende Jahr. Die Hotels gehen unterschiedlich vor. Die einen wollen die Steuer von den Kunden erheben und die anderen vom Reiseveranstalter,“ so Uğur.

Der Einbruch in der Tourismusbranche würde das Land sehr hart treffen. Es gehört zum wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes und bringt einen Großteil der Devisen ein.

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